Musterbrief für die richtige Kündigung

Es ist nicht gerade selten, dass man im Alltag gezwungen ist einen Vertrag oder gar eine Wohnung zu kündigen. Da es hier sehr viele Hindernisse gibt, bei welchen eine Kündigung auch unwirksam sein kann, haben wir für Sie die wichtigsten Punkte für eine gute Kündigung zusammengetragen. Zudem finden Sie hier auch eine praktische Mustervorlage.

Welche Kündigungsarten gibt es?

Es gibt nicht nur eine Art und Weise zu kündigen. Auch hier sind gewisse Regularien einzuhalten. Neben der eigentlichen Formulierung sind folgende Arten zu unterscheiden:

  • ordentliche Kündigung
  • außerordentliche Kündigung/fristlose Kündigung
  • Änderungskündigung

Die ordentliche Kündigung hält sich in der Regel an die im Vertrag festgelegten Kündigungsfristen. Bei einem Stromliefervertrag sind das beispielsweise meistens 4-6 Wochen bis zum Vertragsende.

Eine außerordentliche Kündigung oder auch fristlose Kündigung ist nur gültig, wenn bestimmte unverhältnismäßige Bedingungen während eines Vertragsverhältnisses wie beispielsweise ein tätlicher Übergriff am Arbeitsplatz oder ein Vertragsverstoß bei einem Mobilfunkvertrag in Erscheinung treten. In diesem Fall, kann der Betroffene ohne Einhalten der gesetzlichen Kündigungsfristen vom Vertragsverhältnis zurücktreten.

Eine Unterform der geläufigen Kündigungen ist die Änderungskündigung. Hier wird ein bestehendes Vertragsverhältnis beispielsweise am Arbeitsplatz aufgehoben aber gleichzeitig ein Neues angeboten – zu anderen Konditionen.

Wie sollte man kündigen?

Eine Kündigung muss immer in schriftlicher Form geschehen. Mündliche Absprachen sind im Zweifelsfall nur „Schall und Rauch“ und vor Gericht nicht verwertbar.

Im Idealfall kündigen Sie per Einschreiben, sodass Sie einen Nachweis darüber haben, dieses Schriftstück auch versandt zu haben. Sicher gehen, dass der Empfänger die Kündigung auch erhält können sie allerdings nur, wenn Sie dies beispielsweise von einer Amtsperson zustellen lassen (Gerichtsvollzieher).

Was sollte man bei der Formulierung beachten?

Egal warum Sie kündigen, lassen Sie sämtliche Emotionen aus dem Spiel!

Das Kündigungsschreiben muss sachlich richtig und vor allem gerechtfertigt sein. Schildern Sie sachlich, aus welchem Grund Sie kündigen und am besten geben Sie die gesetzlichen Richtlinie wie Gesetzespassage (Paragraphen) mit an. Auch mögliche Gerichtsurteile als Beleg der Rechtmäßigkeit sind hilfreich.

Im Zweifelsfall können Sie auch einen Anwalt zu Rate ziehen.

Lassen Sie sich immer die Kündigung vom Empfänger ebenfalls schriftlich bestätigten.

Achten Sie unbedingt auf die gesetzlichen oder auch außerordentlichen Kündigungsfristen.

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Vorlage für eine gute Kündigung